LEK Hinwil; Igel-Förderprojekt
Wir gestalten Lebensräume für den Igel in der Gemeinde Hinwil
Infoblatt des Landschaftsentwicklungskonzepts (LEK) Hinwil zu Massnahmen zugunsten des Igels.
Das Tier des Jahres 2026 von ProNatura ist der einheimische Braunbrustigel (Erinaceus europaeus). Er ist die einzige in der Schweiz heimische Igelart. Der stachelige und mutige Vierbeiner ist nachtaktiv und begibt sich im Winter in einen Winterschlaf. Sein bevorzugter Lebensraum umfasst strukturreiche Gärten, naturnahe Siedlungsbereiche und der «Grossstadt-Dschungel», sofern dort ausreichend Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten vorhanden sind. Die Förderung biodiverser, strukturreicher Gärten und Landschaften ist für den Igel besonders wichtig.
Wie lebt der Igel?
Der Braunbrustigel ist ein nachtaktiver Insektenfresser. Auf der Suche nach Insekten, Würmern oder Raupen legt er pro Nacht Strecken von bis zu fünf Kilometern zurück. Rückzug findet er in strukturreichen Hecken und Krautsäumen. Sein Stachelkleid aus etwa 6‘000-8‘000 Stacheln schützt ihn vor Feinden. Gesicht und Bauch sind mit einem braunen rauen Fell bedeckt. Das Sehvermögen des Igels ist im Vergleich zum Geruchs- und Gehörsinn schwach ausgeprägt.
Was sind Gefahren für den Igel?
Die Igel können ein Alter von sieben bis acht Jahren erreichen. In freier Wildbahn liegt die durchschnittliche Lebenserwartung jedoch lediglich bei zwei bis vier Jahren, da zahlreiche Gefahren ihre Überlebenschancen erheblich reduzieren. Zu den häufigsten Risiken gehören Strassenverkehr, Gartenwerkzeuge, Fallen wie Schwimmbecken oder Lichtschächte, tierische Feinde sowie Pflanzenschutzmittel. Netze und Zäune können dazu führen, dass sich die Igel darin verfangen. Begegnet man einem Igel bei Tag, ist dies meist ein Hinweis auf eine Störung oder Erkrankung. In solchen Fällen kann die Igelhilfe Hinwil, 079 473 72 24, kontaktiert werden.
Das Igeljahr
Im Frühjahr hat der Igel infolge des Winterschlafs 30 % seines Körpergewichts verloren. Ab Ende Mai bis Mitte September kommen die Jungen zur Welt. Die Jungigel werden mit einem Stachelkleid geboren und werden die ersten sechs Wochen gesäugt. Im Herbst werden Reserven angefressen, wobei Jungtiere mindestens 500 Gramm wiegen sollten. Ihren Winterschlaf verbringen die Igel etwa von November bis März in einem kompakten, gut temperaturisolierten Unterschlupf.
Wie können wir den Igel unterstützen?
Igel nutzen unter anderem Ast- und Laubhaufen als Verstecke. Daher sollte Laub als Haufen aufgeschichtet werden. Idealerweise wird z. B. mit Holz ein Hohlraum am Boden des Laubhaufens erstellt. Als zusätzlicher Schutz kann auf die gestapelten Holzstücke kleineres und gröberes Astmaterial aufgeschichtet werden. Gartenzäune sollten einen Freihaltebereich von mindestens einer Faustbreite ab Boden haben damit diese kein Hindernis für den Igel darstellen. Ein biodivers gestalteter Garten fördert das Vorkommen von Insekten und bietet dem Igel ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Auf die Fütterung der Igel sollte man verzichten.
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| 26-04-13_Hinwil_Infoblatt_Igel_neu (PDF, 307 kB) | Download | 0 | 26-04-13_Hinwil_Infoblatt_Igel_neu |