Herbstzeit ist Pflanzzeit
Wenn die Tage kühler werden und die Bäume und Sträucher ihre Blätter fallen lassen, ist der ideale Zeitpunkt, Gehölze zu pflegen und zu pflanzen. Es ist auch der richtige Zeitpunkt, invasive gebietsfremde Strauch- und Baumarten aus dem Garten zu entfernen und gleich eine einheimische Ersatzart zu pflanzen.
Das Problem mit den Exoten
Beliebte Gartensträucher wie z.B. der Sommerflieder, Kirschlorbeer, Cotoneaster und der Runzelblättrige Schneeball gehören zu den invasiven Neophyten. Das heisst, sie verbreiten sich sehr stark und verdrängen so die einheimische Flora und Fauna. Oftmals versamen diese Sträucher in den Wald und breiten sich dort stark aus, sodass die jungen Bäume nicht mehr aufkommen können. Auch haben die invasiven Neophyten keinen oder nur sehr wenig ökologischen Wert. Das bedeutet, dass heimische Tier- oder Pflanzenarten kaum von ihren Blüten, Blättern oder Beeren profitieren. So zieht beispielsweise der Sommerflieder mit seinen duftenden Blüten viele Schmetterlinge an, welche wiederum ihre Eier an den Sommerflieder legen. Jedoch können die geschlüpften Raupen den Sommerflieder nicht fressen und sterben.
Wenn Sie invasive gebietsfremde Sträucher aus Ihrem Garten entfernen und gleichzeitig einen geeigneten Ersatz pflanzen möchten, ist der Herbst die richtige Jahreszeit dafür. Werden die neuen Sträucher zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember gepflanzt, haben sie vor dem Winter noch genügend Zeit, sich an den neuen Standort zu gewöhnen und Wurzeln zu schlagen. Im Frühling sind die Pflanzen dann bestens vorbereitet, um kräftig auszutreiben.
Einheimisch pflanzen – Probleme vermeiden
Anstelle der invasiven Neophyten können heimische Sträucher und Bäume wie zum Beispiel der Gemeine Liguster, das Pfaffenhütchen, Wildrosen oder der Feldahorn gepflanzt werden.
Wer im Garten oder auf dem Balkon auf einheimische Sträucher und Bäume setzt, leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Einheimische Straucharten sind an die lokalen Bedingungen angepasst und bieten heimischen Insekten, Vögeln und Säugetieren Nahrung und Lebensraum.
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Gemeinsam gegen invasive Pflanzen Die Gemeinde Hinwil unterstützt Sie mit dem kostenlosen Neophytensack. Diesen können Sie beim Schalter des Bereichs Umwelt und Energie oder bei den Einwohnerdiensten beziehen und gefüllt mit der Kehricht-Sammeltour wieder abgeben. Wichtig ist, dass nicht ganze Hecken und Sträucher, sondern nur die Wurzeln und die Blütenstände oder Beeren in den Neophytensack gehören. Die Säcke werden anschliessend in der Kehrichtverbrennungsanlage fachgerecht entsorgt. |
Weitere Informationen finden Sie unter www.neophytensack.chExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet..
Abteilung Infrastruktur und Umwelt
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